Was sind niedrigschwellige Betreuungsangebote?

Die zweckgebundenen Mittel der Pflegeversicherung nach § 45b SGB XI können sowohl für zusätzliche Leistungen der Tages-, Nacht-, Kurzzeitpflege und allgemeinen Betreuung durch Pflegedienste als auch für niedrigschwellige Betreuungsangebote in Anspruch genommen werden.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote werden von geschulten freiwilligen Helferinnen und Helfern mit Unterstützung und Anleitung durch eine Fachkraft als

  • Betreuungsgruppen
  • Helferkreise
  • Tagesbetreuung
  • Familienentlastende Dienste

durchgeführt. Damit können auch selbstzahlende Pflegebedürftige im häuslichen Bereich oder in Gruppen stundenweise betreut werden.

Die Anerkennung der Angebote regelt das jeweilige Landesrecht. In Niedersachsen ist die "Verordnung über die Anerkennung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten nach § 45 b des Elften Buchs des Sozialgesetzbuchs" (AnerkVO-SGB XI) relevant.

Eine der Voraussetzungen dafür ist die Schulung und kontinuierliche Praxisbegleitung der Freiwilligen durch entsprechende Fachkräfte.

In Niedersachsen sind Anträge auf Anerkennung an das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie zu stellen.

Zusätzlicher Betreuungsbetrag

Pflegebedürftige Personen, die die Voraussetzungen des § 45a SGB XI erfüllen, können einen zusätzlichen Betreuungsbetrag in Anspruch nehmen. Je nach Umfang des allgemeinen Betreuungsbedarfs werden die Kosten höchstens bis 100 Euro monatlich (Grundbetrag) oder 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag) von der Pflegekasse erstattet werden.

Ein Projekt der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.

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